Alles rund um den Bauch

Ernährung bei Histaminintoleranz

Kopfschmerzen oder Durchfall nach dem Essen, das sind typische Beschwerden bei einer Histaminintoleranz. Diese Lebensmittelunverträglichkeit tritt häufig ab dem 30. Lebensjahr auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Was ist eine Histaminintoleranz (HIT)?

Es handelt sich dabei um eine Unverträglichkeit, bei der histaminreiche Lebensmittel die Ursache für Gesundheitsprobleme sein sollen. Histamin wird vom Körper selbst gebildet, es hat Aufgaben in der Zellabwehr, bei Entzündungsreaktionen und bei Allergien. Zum anderen können auch bestimmte Lebensmittel große Mengen Histamin enthalten. Fallen über das verträgliche Maß hinaus mehr Histamine an oder baut sie der Körper nicht adäquat ab, soll es zu Beschwerden kommen. So die Theorie.

Wie äußert sich eine Histaminunverträglichkeit?

Viele Menschen mit unspezifischen Beschwerden vermuten eine Histaminintoleranz, so nennt man Unverträglichkeit im Fachjargon, als Ursache ihrer Probleme. Die Beschwerden reichen von Taubheitsgefühl im Mund über schnupfenähnliche Symptome, Kopfschmerzen, Migräne, Magen- und Bauchschmerzen bis hin zu Durchfällen. Wenn du den Verdacht hast auf Histamin zu reagieren, solltest du wissen: eine Histaminunverträglichkeit kommt nie allein. Damit ist gemeint, löst du das wirkliche (Ernährungs)problem hinter den Beschwerden, erledigt sich die HIT meistens von selbst gleich mit.

Wo ist Histamin enthalten?

Du kannst dich daran orientieren ob das Nahrungsmittel eiweißhältig ist und ob es frisch ist. In Lebensmitteln findet sich vermehrt Histamin immer dann, wenn das Produkt einer Reifung unterzogen wurde. Je frischer ein Lebensmittel, desto geringer ist der Histamingehalt. Typische andere histaminreiche Lebensmittel sind Rohwürste, Räucherfisch und Wein. Alkohol nimmt dabei eine Sonderstellung ein, denn er verhindert den Histaminabbau im Körper. Manchmal klagen Betroffene über die Unverträglichkeit von bestimmtem Gemüse  oder Obst. Die Ursache dafür ist, dass in Obst und Gemüse natürliche Histamin freisetzende Stoffe enthalten sein können. Aber viel häufiger ist es, dass chronische Belastung, eine andere Unverträglichkeit, Stress oder plötzliche Kälte Histaminprobleme im Körper verursachen. Unsere Ernährungsberatungen im Einzelgespräch helfen dir herauszufinden wie es bei dir persönlich ums Histamin und dessen Unverträglichkeit steht.

Wie halten sich Betroffene beschwerdefrei?

Das wichtigste ist sich nicht unnötig einzuschränken. Meistens werden mehr Lebensmittel vertragen als es – nach Recherche im Internet und Vergleich der vielen Listen aus dem www – den Anschein macht. Es braucht bei weitem nicht auf jedes Produkt, das theoretisch Symptome macht, kategorisch verzichtet werden. Worauf du achten solltest sind jene Faktoren, die bei dir persönlich Beschwerden fördern: sind es lang gereifter Käse und Alkohol, schlechte Essgewohnheiten, hormonelle Schwankungen oder psychische Belastungen? Mit frischer Kost, ohne Zugabe von Convenience- und Fertigprodukten bist du generell richtig unterwegs. Achte auf gutes Futter für deine Mikrobiota, also milchsaure Produkte, Nüsse, ausreichend Gemüse und Obst sowie Vollkorngetreide.

Im Webinar “Dein Weg zur entspannten Verdauung” helfen wir dir bei Verdacht auf HIT weiter.